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| Shows: 29.08.2010 | Zakk | Düsseldorf 03.09.2010 | Villa Merkel | Esslingen 18.09.2010 | Gorki-Park | Almaty | Kasachstan 30.09.2010 | Übel&Gefährlich | Hamburg Die Musik der Essener Band Festland ist sehnsüchtig und melancholisch. Sie entstand unter dem Einfluss der lyrischen Texte des befreundeten Malers Fabian Weinecke. Diese sind - ähnlich wie dessen Bilder - seltsam romantisierend, benutzen sentimentale Worte und kryptischen Witz. Kann man sie wie Samples nutzen? Kann man sich mittels eines elektronischen Ansatzes an das Format Popsong heran wagen, ohne in CD-Wechslern von tiefergelegten Autos zu landen? Ja, denn die seltsamen Texte führten Festland zu ihrer ganz eigenen Soundästhetik. Das Trio entdeckte die gemeinsame Liebe zu Franz Schubert, Benjamin Britten oder Steve Reich und importierte diese Klänge in seine Popwelt. Respektlos wendete man Loopverfahren und Filtereien auf klassische Klänge an, um all das in ein Band-Format zu überführen. Festland haben einen Pop-Entwurf geschaffen, der bisher referenzlos ist. Ihre Songs sind ein dichtes Gewebe von Geschichten, Symbolen, Deutungen. Festland entleeren die Schubladen der Stile und bringen die buchhalterische Ordnung der Pop-Rezeption durcheinander. Depeche Mode, Juan Atkins, Fehlfarben, Franz Schubert, Blumfeld und Mike Ink dürfen jetzt zusammen spielen - als Band. CHELSY ![]() Shows: in Vorbereitung Das Trio aus dem beschaulichen Mülheim an der Ruhr setzt auf zeitlosen Sound und offenbart dabei eine tiefe Liebe zum klassischen Songwriting. Jenseits des Atlantiks begeistern Bands wie Death Cab For Cutie oder die Weakerthans genau dadurch. Chelsy sind nicht die derzeit so typische Indie-Rock-Band. Ohne Disco-Beats, unnötiges Posing oder vorgetäuschtes Pathos spielen sie harmonischen Rock und raffinierten Folk. Auf dem Debüt „Chelsy“ deutete sich zwischen folkigen Kleinoden und kraftvollem, melodiösem Indie-Rock an, was dann auf „Sweet Medicine“ weiter Gestalt annahm. Auf diesem aktuellen Werk, produziert und gemixt von Marius Bubat (Coma/Kompakt) und gemastert von Kai Blankenberg (Tocotronic, Polarkreis 18, Beatsteaks, u.a.), reift eine Band heran, die sich aufs Wesentliche konzentriert. Wie ein dickflüssiger Hustensaft, der an kalten Novembertagen unsere kratzigen Stimmbänder umschließt, so schmiegen sich die Melodien der neuen Songs von „Sweet Medicine“ ins Ohr. Und da bleiben sie lange kleben. Sie tun gut. Sie sind Balsam für die Seele. |